Ihr gutes Recht

Bereits im Jahr 2003 haben Gesundheits- und Justizministerium in der „Charta der Patientenrechte“ festgeschrieben, dass jeder Patient das Recht auf die Einholung einer ärztlichen Zweitmeinung hat.

Mittlerweile hat der Gesetzgeber im Rahmen des Versorgungsstärkungsgesetzes diesen Rechtsanspruch weiter gestärkt. Danach muss der behandelnde Arzt bei bestimmten, vom Gemeinsamen Bundesausschuss (GBA) noch festzulegenden Indikationsstellungen den Patienten sogar aktiv auf seinen Anspruch auf Zweitmeinung hinweisen.

Dadurch soll jedem Patienten die Möglichkeit offen stehen, weitere ärztliche Expertise insbesondere nach der für ihn sinnvollen Therapieempfehlung einzuholen und seine Entscheidung für oder gegen eine Therapie wohlüberlegt zu treffen.

Welche Indikationen und (planbaren) Eingriffe unter den gesetzlichen Anspruch auf Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenversicherungen im Falle einer Zweitmeinung fallen, wird vom GBA noch festzulegen sein. Es ist davon auszugehen, dass hierzu in Kürze eine Veröffentlichung erfolgen wird.

Die dem Netzwerk Zweitmeinung angeschlossenen Partner greifen die Chancen, die sich für den Patienten aus der neuen gesetzlichen Regelung bieten, auf. Sie erstellen Zweitmeinungen in Bereichen, die aller Voraussicht nach unter die Regelungen des Versorgungsstärkungsgesetzes fallen werden, aber auch darüber hinaus in allen Fragestellungen, die sich in den im Netzwerk Zweitmeinung vertretenen Fachbereichen für Sie ergeben.

Während der gesetzliche Anspruch auf eine ärztliche Zweitmeinung klar festgelegt ist, gibt es bei der Übernahme der Kosten sehr unterschiedliche Regelungen. Um hier schon im Vorfeld ein klares Bild zu bekommen, empfiehlt sich die frühzeitige Rücksprache mit der eigenen Krankenkasse.